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Fingerfarbe

1 Flasche, 750 ml
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Artikelbeschreibung

Wasserlösliche Fingerfarbe (Creall) kann auch mit dem Pinsel verwendet werden. Sie enthält Kosmetikstoffe, um die Haut zu schonen, und Bitterstoffe, damit die Kinder die Farbe ausspucken, falls sie sie in den Mund nehmen.

Schlagwörter

  • Fingerfarben

    Der Arbeitsausschuss "Gutes Spielzeug" empfiehlt Fingerfarben für Kinder ab 2 Jahren. Bei dieser Altersgruppe muss man aber damit rechnen, dass die Fingerfarben auch "unsachgemäß" gebraucht werden.

    Es ist selbstverständlich, dass bei der Arbeit die Haut in unmittelbare Berührung mit der Farbe kommt. Für solche Farben sind deshalb unter der Verordnung "Malfarben und Knetmassen für Kinder" Grenzwerte der Europa-Norm (EN 71) festgesetzt. Wir verlangen von unserem Hersteller, dass diese Regeln eingehalten werden. Unsere Fingerfarben werden gemäß der "freiwilligen Vereinbarung über Fingerfarben 1987" hergestellt.

    Unsere Fingerfarben bestehen aus Wasser, Bindemittel, anorganischen Füllstoffen, wie Kreide, Kosmetikfärbemitteln, Lebensmittelkonservierungsstoffen und geringen Mengen Bitterstoff.

    Hinweis

    Die verlockenden, bunten Farbpasten erinnern Kleinkinder unmittelbar an Lebensmittel. Deshalb ist die Versuchung groß, die Farbe auch zu schmecken, obwohl sie eine geringe Menge Bitterstoff enthält. Achten Sie deshalb beim Malen darauf, dass Ihre Kinder die Farbe nicht in den Mund nehmen.

    Die Farbe darf nicht auf die empfindlichen Schleimhäute in Mund oder Augen kommen.

    Nach der Malschlacht müssen die bunten Farbtupfer vom Körper abgewaschen werden

    Spülen Sie Reste nicht in das Abwasser, sondern lassen Sie sie trocknen. Eingetrocknete Fingerfarbe können Sie dann in den Hausmüll kippen.

    Größere Restmengen können Sie bei Bedarf wieder mit Wasser zur neuer Farbe auflösen.

    Weil man mit blauen Händen nun mal keine gelbe Sonne aufs Tapet bringen kann, sollte bei Fingerfarbaktionen immer ein Eimer Wasser bereitstehen.


  • Farben

    Farben kommen in der Physik überhaupt nicht vor. Farbe ist immer nur eine Sinnesempfindung des Betrachters. Unsere physikalische Welt besteht eigentlich nur aus farbloser Materie und farbloser Energie. Um es zu verdeutlichen: Wir sehen das einfache Grün einer frischgemähten Wiese mit Zufriedenheit, sobald wir aber wegschauen ist die Wiese nicht mehr "Grün", sie ist farblos.

    Die natürlichen Farbtöne sind nur im Sonnenlicht wahrzunehmen. Daher können wir im Dunkeln keine Farben sehen, selbst wenn noch etwas Licht vorhanden ist ("Nachts sind alle Katzen grau"). Wenn das weiße Sonnenlicht zerlegt wird, wie es etwa in einem Regenbogen geschieht, dann erkennt man zunächst die drei Grundfarben (Primärfarben): rot, gelb und blau. Dort wo diese aufeinandertreffen, vermischen sie sich zu den Ergänzungsfarben (Sekundärfarben): Grün aus Gelb und Blau, Orange aus Rot und Gelb, Violett aus Blau und Rot. Hierbei kommt es zur Bildung von vielen Zwischentönen.

    Die Farbkörper erscheinen bunt, weil sie manche Farben des Sonnenlichtes absorbieren (verschlucken) andere reflektieren (zurückwerfen). Wir nennen einen Farbkörper rot, wenn er nur das rote Licht reflektiert, während er alle anderen Farben absorbiert. Neben den bunten gibt es aber auch die unbunten Farben. Sie reichen von reinweiß über alle Grautöne bis zu reinschwarz. Durch Mischung der bunten und unbunten Farben erhalten wir unendlich viele Farbtöne. Früher stellten Künstler, Maler und Anstreicher ihre Farben selber her. Dies setzte große Erfahrung und handwerkliches Geschick voraus. Dieses Wissen wurde von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Rezepte, die nicht schriftlich niedergelegt wurden, sind für immer verschwunden. Leonardo da Vinci war gezwungen, seine Lehrjungen meilenweit zu schicken, um Eier von Stadthühnern einzukaufen, da das Eigelb dieser Eier heller war als das der Landhuhneier. Leonardo brauchte Eigelb als Bindemittel für seine Farben: je heller das Bindemittel, desto reiner die Farben. Von den großen Renaissancemalern wissen wir, dass sie als Lehrlinge mit dem Farbenreiben begannen. Auf diese Weise schuf sich jede Werkstatt ihr typisches Material selbst. Viele Farbnamen zeugen heute noch von der alten, traditionsreichen Technik. Das kostbare Purpur stellten die Phönizier (griechisch Phoinikes = Leute aus dem Purpurland, oder die Roten) aus der Purpurschnecke im Mittelmeerraum her. Es war die Farbe der Cäsaren und Könige. Nur wenige konnten sich einen pupurnen Mantel leisten, denn für die Färbung eines solchen Kleidungsstückes mussten 10.000 bis 20.000 Schnecken eingesammelt werden. Das kostbare Indischgelb kam aus Indien und wurde aus dem Urin von Kühen gewonnen. Das Geheimnis dieser intensiven Farbe war, dass diese Kühe nur mit gelben Mangofrüchten gefüttert wurden.

    Der wichtigste Inhaltsstoff der Farbe ist das Farbmittel. Dieses Farbmittel kann ein festes, fein zerriebenes Pigment sein oder ein in Wasser bzw. einem anderen Lösungsmittel löslicher Farbstoff. Zum Färben, Malen und Anstreichen wurden früher Farbmittel aus drei Naturbereichen gewonnen: Erdfarben, auch Mineralfarben genannt, wurden schon bei der Höhlenmalerei benutzt.

    Sie werden aus Rohstoffen von farbigen Erden gewonnen. Das sind zum Beispiel gelber Ocker, rote Eisenerden, Terra di Siena, Umbra. Zu den Mineralfarben zählt auch der zerriebene Edelstein Lapislazuli, aus dem das kostbare Madonnenblau im Mittelalter hergestellt wurde. Tierfarben werden aus Tieren oder Tierorganen, die ausgekocht werden, gewonnen. Das echte Karmin wird aus der Cochenille-Schildlaus gewonnen, Scharlach aus der Kermes-Schildlaus und Purpur aus der Purpurschnecke. Pflanzenfarben werden aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen. Die Flora ist reich an Möglichkeiten.

    In allen Teilen der Pflanze können Farbstoffe entstehen. Bekannte Färbepflanzen für Textilien sind zum Beispiel Safran, Sandelholz und Indigo.

    Erdfarben sind aufgrund ihrer geringen Giftigkeit sehr angenehm in der Herstellung und Verarbeitung. Leider besitzen sie nur eine geringe Färbefähigkeit.

    Naturfarben wie Purpur sind zu selten und zu teuer, um in großen Mengen eingesetzt zu werden. Die künstlichen Mineralfarben besitzen eine höhere Leuchtkraft und Lichtbeständigkeit als die meisten natürlichen Farben. Sie zeichnen sich jedoch zum Teil durch eine hohe Giftigkeit aus, denn ihre Pigmente enthalten Blei, Cadmium, Arsen, Quecksilber und andere Schwermetalle. Nach den geltenden Richtlinien in EU-Ländern dürfen diese Stoffe nur in begrenzten Mengen in Farben, die für Kinder gedacht sind, enthalten sein. Dies garantiert zwar, dass beim sachgemäßem Umgang keine sofortige sichtbare Gefährdung droht, es ist jedoch bekannt, dass Schwermetalle langfristig im Körper angereichert werden und unter Umständen zu schweren Gesundheitsstörungen führen.

    Malfarben enthalten zu 50 - 80 % Pigmente und Farbstoffe. Die restlichen 50 - 20% sind Lösemittel, die dazu dienen, die Farbe streichfähig zu machen und nach dem Trocknen zu binden. Das Lösemittel ist meistens Wasser. Diese Farben sind daher in hohem Maße umweltverträglich und den binde- und lösungsmittelhaltigen Lacken vorzuziehen.

    Neben dem Pigment oder Farbstoff und dem Lösemittel enthalten die Farben noch Bindemittel. Für Temperafarben und Plakatfarben sind das Eiweiß, Dextrin (Stärkebasis), Gummi arabicum (natürliches Harz), Leim, Kasein und ähnliche Naturprodukte. Vermehrt werden auch Kunststoffdispersionen eingesetzt, die für den Verbraucher in der Handhabung unbedenklich sind.

    Hinweis

    Zur Haltbarkeit der fertigen Flüssigprodukte sind Konservierungsstoffe erforderlich, da sonst die Bakterien das Eiweiß und die Stärke zersetzen und die herrlichste Farbe in eine stinkende Brühe verwandeln. Trockenen Produkten können Borax, Soda und Alaun zugesetzt sein, die in der beigemischten Menge keine gesundheitlichen Probleme verursachen.


  • Farbflecke

    Die modernen grellen Farben auf Wasserbasis können wegen des hohen Pigmentanteils leicht Flecken auf Kleidung verursachen. Da beim Malen mit Kindern Kleckse unvermeidbar sind, legen wir einen besonders großen Wert auf die Auswaschbarkeit. Für wässrige Farben, das sind Tempera-, Plakat-, Linol-, Stoffmal-, Deck- und Fingerfarben, empfehlen wir Ihnen:

    Hinweis

    Kleine Kinder sollten beim Malen immer einen Malkittel tragen.

    Entfernen Sie alle Flecken möglichst schon im feuchten Zustand. Verwenden Sie hierfür einen trocknen Lappen. Reiben Sie dabei aber die Pigmente nicht zu tief in das Gewebe ein.

    Eingetrocknete Farbe lässt sich am besten mit normaler Seife und lauwarmem Wasser auswaschen.

    Maschinenwäsche: Das Kleidungsstück über Nacht in Seifenlauge einweichen . Manchmal müssen Textilien mehrmals gewaschen werden, bis die Farbe völlig entfernt ist. In diesem Fall sollten die Farben zwischen den einzelnen Waschvorgängen trocknen.

    Flecke dürfen Sie nicht bügeln.

    Vermeiden Sie synthetische Fleckenentfernungsmittel, die selten unbedenklich für Gesundheit und Umwelt sind. Es gibt zahlreiche gute Hausmittel (Zitrone, Gallseife, Salz), die ebenso wirksam, aber harmlos sind.


  • Fingerdruck

    Bei dieser Technik sind deine Finger dein Werkzeug. Ein Finger für jede Farbe.....

    Du brauchst: Deck- oder Fingerfarben, Pinsel, Wasserpott, Mallappen

    Feuchte die Farben im Malkasten mit Wasser gut an. Trage die Farbe mit einem Pinsel auf die Fingerkuppe auf, oder drücke deine Finger direkt in die Farbe. Jeder Finger tupft eine andere Farbe aufs Papier. Es macht gar nichts, wenn die Finger mal verwechselt werden. Dann mischen sich die Farben von ganz allein.


  • Gemischte Farben

    Gemischte Farben: Eine Technik für Experimentierfreudige, denn da wird kräftig gemengt und vermischt!

    Du brauchst: mehrere Gefäße, Finger- oder Plakatfarben, Pinsel, Wasserpott. Zusätze: Sand, Waschpulver, Tapetenkleister, Gips, Salz

    Verteile die Farben auf die Schüsselchen und vermische jede Farbe mit einem anderen Zusatz. Trage die Farben mit einem Pinsel auf, am besten benutzt du für jede Farbe einen eigenen Pinsel. Durch die unterschiedlichen Beimischungen wird die Oberfläche plastisch: krümelig, rau, glitschig, zäh oder fleckig. Jedes Haus in meinem Dorf sieht anders aus.